…so kann man i.W. eine Untersuchung zusammenfassen, die fragt, wie es um die Motivation von SuS bestellt ist, sich für Fragestellungen der Mathematik zu interessieren. Für den Lernpsychologen Pekrun (Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)) liegt

ein Schlüssel für eine gute Motivation im Bewertungssystem. Denn deutsche Schulnoten sollten zwar das Erreichen des Lernziels abbilden, orientierten sich in der Praxis aber häufig am Klassenmaßstab; die Leistungen der Schüler werden nicht nur an der erworbenen Kompetenz, sondern im Vergleich zu ihren Klassenkameraden gemessen. „Ein solches Bewertungssystem produziert zwingend Verlierer“, sagt Pekrun. „Dabei vergleichen sich die Jugendlichen untereinander ohnehin pausenlos. Warum sollten wir das noch verstärken?“ Man müsse positives und aussagekräftiges Feedback stärker in den Mittelpunkt rücken. Das solle den Schülern neben einem Erfolgserlebnis in Mathematik auch dazu verhelfen, aus Fehlern zu lernen – und damit die Einstellung zum Fach auf lange Sicht gesehen verbessern.“

Die Autorin des Artikels (Link s.u.) beschreibt eine interessante eigene Erfahrung aus ihrem Mathematikunterricht:

Meine Mathe-Karriere war früh dem Untergang geweiht. Spätestens seit der achten Klasse habe ich den Anschluss verloren. Konnte mich nicht konzentrieren und wollte nicht lernen. Die Noten wurden schlechter, meine Eltern verzweifelten. Leider konnten sie mir nicht helfen, weil sie den Stoff selbst nicht verstanden. Wenn ich mich doch zum Lernen überwinden konnte, verstand ich viel. Doch im Unterricht waren meine Erkenntnisse wie weggeblasen.

In der 11. Klasse wendete sich das Blatt. Meine neue Klassenlehrerin wusste von meinen Mathe-Problemen, hatte aber ein Ziel: „Ich kriege Sie da durch. Egal wie.“ In ihrem Unterricht verstand ich alles und vergaß nur wenig. Nach der Stunde konnte ich zu ihr gehen und gezielte Fragen stellen. Sie war geduldig, erklärte mir alles, bis ich es richtig verstand. Meine Noten wurden besser. Ein Happy End gab es dennoch nicht. Ein Schuljahr später bekam ich einen neuen Mathelehrer. Sein Fokus lag weniger bei einer individuellen Betreuung. Meine Noten rutschten wieder Stück für Stück bergab.

In diesem Artikel „Was Mathematik mit Gefühlen zu tun hat“ wird noch auf ein Mathe-Nachhilfe-Online-Angebot verwiesen (Mathebibel). Eine gute Gelegenheit, die mathematischen Basiskompetenzen der SuS checken zu lassen, bietet eine Mathe-Test am Ende des Artikels…