Flip the Classroom

Zwei Mathematiklehrkräfte aus Baden Württemberg beschreiben in deren Konzept als Vorteil ihrer Methode “Mehr Zeit im Unterricht”. Dafür haben sie den “Unterricht umgedreht“, eben flip the classroom oder flipped classroom, durch:

  • Die Lernenden eignen sich daheim in ihrem eigenen Tempo die theoretischen Grundlagen mit dafür selbst erstellten Erklärvideos an.
  • Im Unterricht werden diese Grundlagen dann gezielt besprochen, geübt und vertieft.

Erste Erfahrungen liegen vor allem auf universitärer Ebene vor. Prof. Spannagel (Pädagogische Hochschule Heidelberg) hat diese Methode in einem Video recht anschaulich erläutert:

Es gibt (natürlich) auch Kritik. Nachdenklich stimmt vor allem der Bericht eines (ehemaligen ?) Anhängers. Auf einer Tagung fasst Dr. Malte Persike zusammen: “Dass wir die Schlechten eher verloren haben, war nicht gut.”

Auch wenn die von ihm eingesetzte Methode nicht 1:1 in der Schule umgesetzt werden wird, muss man diese Erfahrung im Blick haben.

ZUM hat übrigens ein umfassendes Wiki mit weiteren Links und Informationen zu diesem Thema zusammengestellt.

Update 31.03.:
Auf einer Tagung wurde das Konzept von den beiden Mathematikollegen (s.o.) vorgestellt. In der anschließenden Diskussion kam es zu einem anregenden Erfahrungsaustausch. Der Kollege Heiko Rakoczy verwies dabei auf einige Links, die es sich lohnen würde, aufzusuchen:

Sebastian Schmidt (sehr gut): flipped-mathe
Sebastian Stoll: 180 grad flip
James Souse (englisch, sehr umfangreich)
Stacey Roshan (englisch, sehr gut)