Computer haben positive und negative Einflüsse im Unterricht

Eine kürzlich erschienene ifo-Studie informiert über positive und negative Effekte einer Computernutzung im Mathematik- und im NaWi-Unterricht.

Das ifo Institut untersuchte die Mathematik- und Naturwissenschaftsleistungen von über 400.000 Viert- und Achtklässlern aus über 50 Ländern im internationalen Schülerleistungstest TIMSS.

In der ifo-Studie heißt es u.a.:

Der Einsatz von Computern im Schulunterricht bewirkt im Durchschnitt keine besseren Ergebnisse der Schüler in Mathematik und Naturwissenschaften. (…) Werden Computer zur Informationsbeschaffung und zur Ideensuche genutzt, steigen die Leistungen der Schüler. Werden die Rechner aber zum Einüben des Erlernten eingesetzt, sinken die Leistungen.

(…) Würden Computer also mehr zur Informationssuche und weniger für Übungszwecke eingesetzt, so ließen sich bessere Effekte des Computer-Einsatzes im Unterricht erzielen.

(…) Unsere Befunde zeigen, dass eine qualitative Verbesserung des Unterrichts nur dann eintreten wird, wenn der Computereinsatz auf sinnvolle Anwendungen mit echtem Mehrwert fokussiert wird.

Die Autoren der ifo-Studie interpretieren die Befunde so,

dass der Einsatz von Computern zu Übungszwecken Unterrichtszeit raubt, die auf andere Weise – etwa mit traditionellen Lehrmethoden – besser eingesetzt wäre. Im Gegensatz dazu scheint die Unterrichtszeit vergleichsweise zielführend genutzt zu werden, wenn Computer zur Suche von Informationen und Ideen genutzt werden.